Infantile Cerebralparese (ICP) /Autismus (ASS)

Unter dem Begriff „Infantile Cerebralparese“ ( von lat. cerebrum „Gehirn“ und griech. parese „Lähmung“, häufig abgekürzt ICP) versteht man eine Schädigung des Gehirns. Die dadurch hervorgerufene Behinderung ist charakterisiert durch Störungen des Nervensystems und der Muskulatur im Bereich der willkürlichen Motorik. Am häufigsten sind Störungen der Motorik mit erhöhter Muskelspannung, Spastik sowie abnormen Haltungs-und Bewegungsmustern, die zur Einschränkung der Gehfähigkeit, Handfunktion sowie des Sprechens führen.


G80-G83 Infantile Cerebralparese, Cerebrale Lähmung und sonstige Lähmungssyndrome

G80.0 Spastische tetraplegische Cerebralparese

G80.1 Spastische diplegische Cerebralparese

G80.2 Infantile hemiplegische Cerebralparese

G80.3 Dyskinetische Cerebralparese

G80.4 Ataktische Cerebralparese

G80.8 Sonstige infantile Cerebralparese

G80.9 Infantile Cerebralparese, nicht näher bezeichnet


Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung.

Es wird zwischen

F 84.0 Frühkindlichem Autismus

F 84.5 Asperger-Syndrom und

F 84.1 Atypischem Autismus

unterschieden.

Daher wird heute der Begriff der „Autismus-Spektrum-Störung“ (ASS) als Oberbegriff für das gesamte Spektrum autistischer Störungen häufig verwendet.